Landfrauen machen mit beim Wettbewerb "Dörfer in Aktion "


In den ländlichen Regionen gibt es viele Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv für ihre Gemeinschaft engagieren. Sie unternehmen gemeinsam Aktivitäten für ihr Dorf oder ihre Region. Dies zeichnet die Lebensqualität auf dem Land aus. Das Förderprogramm LEADER (ein Förderprogramm der EU für innovative Aktionen im ländlichen Raum) hat sich zum Ziel gesetzt, solche Aktivitäten zu unterstützen. Aus diesem Grund haben die drei Südthüringer Regionalen Aktionsgruppen (RAG) Hildburghausen-Sonneberg, Henneberger Land und Wartburgregion beschlossen, über einen Wettbewerb solche Aktionen gezielt und unbürokratisch zu unterstützen.
Nach dem 1. Aufruf des Wettbewerbs gingen 73 Anträge ein, fünf davon von Landfrauenortsvereinen.
(Förtha, Kieselbach, Stedtlingen, Stepfershausen und Erbenhausen)

Insgesamt wurden 27 Preisträger ermittelt, diese bekommen bis zu 3000,00 € Fördermittel für die Umsetzung ihrer Aktion. Alle fünf Vorhaben der Ortsvereine zählten zu den Prämierten.
Am 6. Dezember fand die Verkündung der Siegerideen für die Wartburgregion bei den Landfrauen in Förtha statt. (siehe Foto)

 

 

Gleichzeitig mit der Verkündung der Preisträger startet der 2. Aufruf zum Wettbewerb. Es besteht wieder die Möglichkeit, sich mit kreativen Ideen an dem Wettbewerb zu beteiligen. Die Einreichungsfrist endet am 28. Februar 2011. Bis dahin sind alle engagierten Bürger im Bereich Südthüringen aufgerufen, sich am Wettbewerb zu beteiligen und ihre Dörfer und ihre Region durch bürgerschaftliches Engagement voranzubringen. Das gute Ergebnis des 1. Aufrufes sollte die Landfrauen aus diesem Bereich motivieren, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen.
Informationen zum Wettbewerb, Antragstellung usw. finden Sie im Internet unter
www.doerfer-in-aktion.de

 

An dieser Stelle möchten wir die Prämierten kurz vorstellen.
 
  • "Bauernhofdiplom" aus dem Landfrauenortsverein Förtha belegte den 3. Platz. Begründet wurde die Platzierung damit,
    das es zum Verständnis des bäuerlichen und ländlichen Lebens und seines Brauchtums insbesondere bei Kinder und Jugendlichen sowie der städtisch geprägten Bevölkerung beiträgt. Es wird in den nächsten Jahren durch die verschiedenen Ortsvereinigungen zur Bereicherung von Dorffesten und ländlichen Veranstaltungen nachhaltig genutzt.
  • Durch den "Web- und Spinnlehrgang" des Landfrauenortsvereins Kieselbach wird das Wissen über altes Handwerk erhalten und im späteren Einsatz am rekonstruierten Webstuhl im Regionalmuseum aktiv angewandt. In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein wird die mögliche Wertschöpfung im Regionalmuseum durch Aktivangebote Weben und Spinnen erhöht.
  • Der "Überlieferung/Vermittlung alter Backtraditionen" hat sich der Landfrauenortsverein Stedtlingen angenommen. Damit soll eine Aufwertung des Backhauses durch Anschaffung entsprechender Technik, Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen im Ort, auf deren Grundlage Traditionen des Backhandwerks von der älteren an die jüngeren Generationen weitergegeben, erzielt werden.
  • Mit dem "Aktivmuseum" der Trachtengruppe Stepfershausen soll ein  zentraler Punkt in einem alten Bauernhaus hergerichtet werden. Hier soll für die Trachtengruppe Requisiten eingelagert, ein Aktivmuseum (alte Handwerkstraditionen) eingerichtet und ein Gemeinschaftsraum für die Allgemeinheit eingerichtet werden.
  • Im Landfrauenortsverein Erbenhausen soll der "Dorfbackofen" renoviert und wieder in Funktion gebracht werden, um in Zukunft regelmäßig verschiedene Feste durchführen und alte Backtraditionen der jüngeren Generation vermitteln zu können.